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REGLEMENT
über die Beurteilung im Kindergarten

(vom 29. Juni 2016 [1] ; Stand am 1. August 2016)

Der Erziehungsrat des Kantons Uri,

gestützt auf Artikel 27 der Verordnung vom 22. April 1998 zum Schulgesetz (Schulverordnung) [2] ,

beschliesst:

Artikel 1        Gegenstand

Dieses Reglement regelt für den Kindergarten:

a)  die Beurteilung der Schülerinnen und Schüler;

b)  den Inhalt des Zeugnisses;

c)  den Übergang in die 1. Klasse der Primarstufe.

Artikel 2        Beurteilung

1   Die Beurteilung unterstützt das Lernen und die Persönlichkeitsentwicklung.

2   Die Schülerinnen und Schüler werden ganzheitlich beurteilt. Die Beurteilung ergibt sich aus:

a)  den Beobachtungen im Unterricht,

b)  dem Beurteilungsgespräch.

Artikel 3        Beurteilungsinstrumente

Die Beurteilung ist anhand des vom Amt für Volksschulen vorgegebenen Dokumentes (Beurteilungsbogen) vorzunehmen.

Artikel 4        Beurteilungsgespräch

1   Das Beurteilungsgespräch informiert die Eltern und sofern gewünscht die Schülerin oder den Schüler über den Lernstand und die Lernfortschritte.

2   Es dient der Förderung der Schülerin oder des Schülers sowie dem Einbezug der Eltern in den Lernprozess.

3   Es unterstützt die Zusammenarbeit der Beteiligten und dient der Planung der weiteren Schullaufbahn.

4   Die Klassenlehrperson führt jährlich ein Beurteilungsgespräch mit den Eltern durch. Sie verwendet dazu die von der Bildungs- und Kulturdirektion zur Verfügung gestellten Unterlagen.

Artikel 5        Zeugnis

1   In das Zeugnis werden eingetragen:

a)  Name der Schülerin / des Schülers

b)  Schulort / Schultyp / Schuljahr

c)  Klasse

d)  Beurteilungsgespräch (Datum)

e)  Besucht im nächsten Schuljahr …

f)   Abwesenheiten in Halbtagen (entschuldigt/unentschuldigt), zu den Abwesenheiten zählen Absenzen, Beurlaubungen und die Selbstdispensation.

g)  Bemerkungen

h)  Ausgestellt durch … / eingesehen von …

2   Die Einträge erfolgen durch die Klassenlehrperson.

3   Die Klassenlehrperson verwendet für das Erstellen der Zeugnisse die von der Bildungs- und Kulturdirektion bestimmten Zeugnisformulare und die entsprechende Software.

4   Das Zeugnis wird auf Schuljahresende abgegeben.

Artikel 6        Bemerkungen im Zeugnis

Bemerkungen im Zeugnis sind nur mit folgenden Einträgen zulässig:

a)  bei Eintritt oder Austritt während des Schuljahres: «Eintritt am (Datum)» oder «Austritt am (Datum)»;

b)  zur Begründung längerer Abwesenheiten: «Krankheit», «Unfall», «Spitalaufenthalt », «Alpdispens», «Mit Beschluss des Schulrates für (Zahl) Wochen vom Unterricht dispensiert»;

c)  bei Integrative Sonderschulung: «Integrative Sonderschulung».

Artikel 7        Wechsel vom Teilzeit- in den Vollzeitkindergarten

Das Verfahren für einen frühzeitigen oder späteren Wechsel vom freiwilligen in den obligatorischen Kindergarten richtet sich nach Artikel 15 der Schulverordnung.

Artikel 8        Übergang in die 1. Klasse der Primarstufe

1   Die Lehrperson beurteilt, ob die einzelne Schülerin oder der einzelne Schüler über die erforderliche Fähigkeit und Bereitschaft für den Besuch der 1. Klasse der Primarstufe verfügt.

2   Sie teilt ihre Einschätzung den Eltern spätestens bis 1. März vor dem Eintritt in die 1. Klasse der Primarstufe mit.

3   Sind die Eltern mit der Einschätzung der Lehrperson nicht einverstanden, richtet sich das Verfahren nach Artikel 15 der Schulverordnung.

Artikel 9        Rechtsschutz

Der Rechtsschutz richtet sich nach dem Schulgesetz [3] .

Artikel 10      Änderungen bisherigen Rechts [4]

Artikel 11      Inkrafttreten

Dieses Reglement tritt am 1. August 2016 in Kraft.

Im Namen des Erziehungsrats

Der Präsident: Beat Jörg
Der Sekretär: Dr. Peter Horat



[1] AB vom 8. Juli 2016

[4] Die Änderungen wurden in den entsprechenden Erlass eingefügt.