50.2115 

REGLEMENT
über die Beschränkung der Schifffahrt und des Surfersports

(vom 14. Oktober 2003 [1] ; Stand am 1. Februar 2016)

Der Regierungsrat des Kantons Uri,

gestützt auf Artikel 3 Absatz 2 Ziffer 3 und 4 sowie Artikel 10 Ziffer 3 der kantonalen Vollziehungsverordnung vom 11. November 1981 zum Bundesgesetz über die Binnenschifffahrt [2] , [3]

beschliesst:

1. Abschnitt: Verbotszonen

Artikel 1 [4]        Gegenstand und Zweck

Zur Beschränkung der Schifffahrt und des Surfersports sowie zum Schutz vor Steinschlag begründet und regelt dieses Reglement folgende Verbotszonen:

a)  Isleten, Isenthal/Bauen;

b)  Strandbad Flüelen;

c)  Felssturzgebiet Harderband, Bauen;

d)  Gruonbachstrand Flüelen;

e)  südlich der Linie Schiltegg zum Gruonbach; [5]

f)   ördlich der Linie im Bereich Rütli zur gegenüberliegenden Uferseite auf dem urnerischen Gebiet. [6]

Artikel 2        Gebietsbezeichnung

1   Als Verbotszone in der Isleten gilt die Liegewiese im Gebiet der Korporation Uri. Die Verbotszone erfasst auch den zwanzig Meter breiten Seestreifen, der ihr vorgelagert ist.

2   Als Verbotszone Strandbad Flüelen gilt das Gebiet des Strandbades an der Seestrasse in Flüelen. Die Verbotszone erfasst auch den zwanzig Meter breiten Seestreifen, der dem Strandbad vorgelagert ist.

3   Als Verbotszone Harderband gilt das Gebiet im Felssturzbereich Harderband.

3a   Als Verbotszone Gruonbachstrand Flüelen gilt die Linie zwischen den Koordinaten 690210/196844 zu 690190/196991. [7]

3b   Verbotszonen südlich der Linie Schiltegg (Koordination 688025/196700) zum Gruonbach (Koordinaten 690150/196750) und nördllich der Linie im Bereich Rütli (Koordinaten 687875/202000) zur gegenüberliegenden Uferseite auf dem urnerischen Gebiet (Koordinaten 689460/202000) gelten ausschliesslich für Drachensegler (Kitesurfer). [8]

4   Die in Absatz 1 bis 3b erwähnten Verbotszonen sind im Anhang planlich dargestellt. Die Pläne sind Bestandteil des Reglements. [9]

2. Abschnitt:  Verhaltensvorschriften

Artikel 3        Allgemeine Verhaltensregeln

1   Die Schifffahrt, der Surfersport und das Drachensegeln (Kitesurfen) sind, namentlich im Bereich der Verbotszonen, schonungs- und rücksichtsvoll gegenüber anderen Erholungssuchenden und gegenüber der Natur auszuüben. [10]

1a   Der einzige Start-/Landeplatz für Drachensegler (Kitesurfer) am Ufer des Urnersees befindet sich auf dem Delta nördlich des Isenthalerbachs in Isleten. [11]

1b   Drachenseglern (Kitesurfern) ist es untersagt, zwischen dem 15. Juni und dem 31. August den Start-/Landeplatz im Delta des Isenthalerbachs in Isleten zum Starten und Landen zu benutzen. [12]

2   Weitergehende Schutzvorschriften im Interesse des Natur- und Heimatschutzes bleiben vorbehalten.

Artikel 4        Verbotszone Isleten

Es ist untersagt, in der Zeit vom 1. Juni bis 30. September in der Verbotszone Isleten Schiffe, Surfbretter und Drachensegelbretter zu lagern, zu wassern und an Land zu nehmen oder sich dort mit solchen aufzuhalten.

Artikel 5        Verbotszone Strandbad Flüelen

Es ist untersagt, in der Zeit vom 1. Juni bis 30. September in der Verbotszone Strandbad Flüelen Schiffe, Surfbretter und Drachensegelbretter zu lagern, zu wassern und an Land zu nehmen oder sich dort mit solchen aufzuhalten.

Artikel 6        Verbotszone Harderband

Es ist untersagt, in der Verbotszone Harderband zu schwimmen, zu tauchen oder sich dort mit Schiffen, Surfbrettern oder Drachensegelbrettern und dergleichen aufzuhalten.

Artikel 6a [13]    Verbotszone Gruonbachstrand

1   Es ist untersagt, in der Verbotszone Gruonbachstrand Schiffe, Surfbretter und Drachensegelbretter zu lagern, zu wassern und an Land zu nehmen oder sich dort mit solchen aufzuhalten.

2   Von diesem Verbot ausgenommen sind diejenigen Schiffe, welche auf den in der Verbotszone liegenden, bewilligten Standplätzen stationiert sind. Diese haben die bewilligten Standplätze auf direktem Weg anzusteuern oder zu verlassen.

3. Abschnitt: Vollzugs- und Schlussbestimmungen

Artikel 7        Kennzeichnung

1   Das Amt für Strassen- und Schiffsverkehr hat die Verbotszonen mit dem Hinweis auf die Verhaltensvorschriften im Gelände durch bauliche Massnahmen oder auf eine andere Weise zu kennzeichnen.

2   Liegt die Verbotszone im überwiegenden Interesse eines oder einer Dritten, hat dieser oder diese die Kosten zu tragen.

Artikel 8        Strafbestimmung

1   Wer diesem Reglement zuwiderhandelt, wird gestützt auf Artikel 48 des Bundesgesetzes über die Binnenschifffahrt [14] bestraft.

2   Das Verfahren richtet sich nach den Bestimmungen der Strafrechtspflege. [15]

Artikel 9        Vollzug

Die Sicherheitsdirektion vollzieht dieses Reglement.

Artikel 10      Aufhebung bisherigen Rechts

Das Reglement vom 14. Mai 1984 über die Beschränkung der Schifffahrt und des Surfersports [16] wird aufgehoben.

Artikel 11      Inkrafttreten

Dieses Reglement tritt am 1. November 2003 in Kraft.

Im Namen des Regierungsrates

Frau Landammann: Dr. Gabi Huber
Der Kanzleidirektor: Dr. Peter Huber

Anhänge

– Plan Verbotszone Isleten (Anhang 1)

– Plan Verbotszone Strandbad Flüelen (Anhang 2)

– Plan Verbotszone Harderband (Anhang 3)

– Plan Verbotszone Gruonbachstrand (Anhang 4)

– Planung Verbotszone Drachensegeln (Kitesurfen) (Anhang 5) [17]

Plan Verbotszone Isleten (Anhang 1) [18]

Illustration zu Erlass 50.2115

 

Plan Verbotszone Strandbad Flüelen (Anhang 2) [19]

Illustration zu Erlass 50.2115

 

Plan Verbotszone Harderband (Anhang 3) [20]

Illustration zu Erlass 50.2115

 

Plan Verbotszone Gruonbachstrand (Anhang 4) [21]

Illustration zu Erlass 50.2115

 

Plan Verbotszone Drachensegeln (Anhang 5) [22]

Illustration zu Erlass 50.2115


[1] AB vom 31. Oktober 2016

[3] Fassung gemäss RRB vom 19. Januar 2016, in Kraft gesetzt auf den 1. Februar 2016 (AB vom 29. Januar 2016).

[4] Fassung gemäss RRB vom 27. Mai 2014, in Kraft gesetzt auf den 1. Juli 2014 (AB vom 6. Juni 2014).

[5] Eingefügt durch RRB vom 19. Januar 2016, in Kraft gesetzt auf den 1. Februar 2016 (AB vom 6. Juni 2014).

[6] Eingefügt durch RRB vom 19. Januar 2016, in Kraft gesetzt auf den 1. Februar 2016 (AB vom 6. Juni 2014).

[7] Eingefügt durch RRB vom 27. Mai 2014, in Kraft gesetzt auf den 1. Juli 2014 (AB vom 6. Juni 2014).

[8] Eingefügt durch RRB vom 19. Januar 2016, in Kraft gesetzt auf den 1. Februar 2016 (AB vom 6. Juni 2014).

[9] Eingefügt durch RRB vom 19. Januar 2016, in Kraft gesetzt auf den 1. Februar 2016 (AB vom 6. Juni 2014).

[10] Fassung gemäss RRB vom 19. Januar 2016, in Kraft gesetzt auf den 1. Februar 2016 (AB vom 29. Januar 2016).

[11] Eingefügt durch RRB vom 19. Januar 2016, in Kraft gesetzt auf den 1. Februar 2016 (AB vom 29. Januar 2016).

[12] Eingefügt durch RRB vom 19. Januar 2016, in Kraft gesetzt auf den 1. Februar 2016 (AB vom 29. Januar 2016).

[13] Fassung gemäss RRB vom 27. Mai 2014, in Kraft gesetzt auf den 1. Juli 2014 (AB vom 6. Juni 2014).

[15] Fassung gemäss RRB vom 27. Mai 2014, in Kraft gesetzt auf den 1. Juli 2014 (AB vom 6. Juni 2014).

[17] Eingefügt durch RRB vom 19. Januar 2016, in Kraft gesetzt auf den 1. Februar 2016 (AB vom 29. Januar 2016).

[18] Fassung gemäss RRB vom 19. Januar 2016, in Kraft gesetzt auf den 1. Februar 2016 (AB vom 29. Januar 2016).

[19] Fassung gemäss RRB vom 19. Januar 2016, in Kraft gesetzt auf den 1. Februar 2016 (AB vom 29. Januar 2016).

[20] Fassung gemäss RRB vom 19. Januar 2016, in Kraft gesetzt auf den 1. Februar 2016 (AB vom 29. Januar 2016).

[21] Fassung gemäss RRB vom 19. Januar 2016, in Kraft gesetzt auf den 1. Februar 2016 (AB vom 29. Januar 2016).

[22] Fassung gemäss RRB vom 19. Januar 2016, in Kraft gesetzt auf den 1. Februar 2016 (AB vom 29. Januar 2016).